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KAUP Teleskopgabel: Für Lasten die länger sind als die Standardgabel

Erklärer 06. April 2026 5 Min. Lesezeit

Wenn ein LKW nur von einer Seite zugänglich ist, aber zwei Palettenreihen tief beladen wurde, hilft keine noch so lange Standardgabel. Die KAUP-Teleskopgabel fährt die Zinken hydraulisch aus dem Fahrersitz heraus – und macht ein einfaches Anbaugerät zur Lösung für Doppeltiefregale, Rampen und überlange Lasten.

KAUP Anbaugerät T151 am Gabelstapler

Anbaugerät, nicht Teleskopstapler: Was die KAUP-Teleskopgabel leistet

Der Name führt oft in die Irre: Eine Teleskopgabel ist kein Teleskopstapler mit ausfahrbarem Hubarm, sondern ein Anbaugerät, das auf den vorhandenen Gabelträger eines normalen Gabelstaplers oder Schubmaststaplers montiert wird. Standardgabeln sind für Paletten ausgelegt und enden dort, wo die Palette endet. Sobald Ladegut länger ist, ein Regal tiefer gebaut ist als die Gabel reicht oder eine zweite Palettenreihe hinter der ersten liegt, kommt die Standardgabel an ihre Grenze. Die Teleskopgabel löst das, indem sich die Zinken selbst hydraulisch verlängern – der Fahrer bleibt im Sitz, es gibt kein Werkzeug, keinen Gabelwechsel, keine Wartezeit. KAUP baut diese Anbaugeräte in der Baureihe T180CT mit hydraulischem Zwangsgleichlauf beider Gabelzinken: Beide Seiten fahren exakt gleich weit aus, ein Versatz zwischen linker und rechter Zinke – der bei ungleich belasteten Zylindern sonst zu Schräglage der Last führen würde – ist konstruktiv ausgeschlossen.

KAUP Anbaugerät mit Gabelzinken am Gabelstapler

Drei Einsatzfälle, für die sich die Investition lohnt

Erstens: einseitige LKW- oder Waggonentladung. Steht das Fahrzeug nur von einer Seite zugänglich an der Rampe, erreicht eine Standardgabel nur die vordere Palettenreihe. Mit ausgefahrener Teleskopgabel holt der Stapler auch die hintere Reihe, ohne dass das Fahrzeug umgesetzt oder von der zweiten Seite nachgeladen werden muss – laut KAUP der Kernnutzen der T180CT-Baureihe, ausdrücklich für LKW, Waggon und Regal gleichermaßen beschrieben. Zweitens: doppeltiefe Regallagerung. Wird ein Lagerbereich auf Doppeltief-Stellplätze umgestellt, um die Stellplatzdichte zu erhöhen, kommt keine Standardgabel mehr an die hintere Palette heran – die Teleskopgabel macht den Regalumbau zur einzigen nötigen Investition, ein zusätzliches Fahrzeug ist nicht nötig. Drittens: einzelne überlange Lasten wie Rohre, Profile oder Bauteile, die über die Gabelspitze hinausragen würden. Hier fungiert die Teleskopgabel schlicht als hydraulische Gabelverlängerung, unabhängig vom Doppeltief-Kontext.

KAUP Anbaugerät im Einsatz am Gabelträger

Konstruktion: geringes Vorbaumaß, hoher Bedienkomfort

Bei Teleskopgeräten entscheidet die Bauhöhe vor der Zinkenwurzel – das Vorbaumaß – darüber, wie weit der Lastschwerpunkt vom Gabelträger wegrückt, noch bevor überhaupt ausgefahren wird, und damit über die Resttragfähigkeit schon im Ausgangszustand. KAUP wirbt bei der T180CT-Reihe gezielt mit einem geringen Vorbaumaß, das gegenüber Seriengabeln nur unwesentlich mehr Eigengewicht bringt und Sichtverhältnisse liefert, die mit normalen Gabeln vergleichbar sind – kein Blick durch einen sperrigen Rahmen. Hydraulisch ist das Gerät als Zwei-Zylinder-Lösung pro Gabel ab 2,5 Tonnen Tragfähigkeit ausgelegt, darunter reicht ein Zylinder je Seite. Wartungsseitig liegen die Hydraulikanschlüsse am Gabelrücken, gut zugänglich für Montage und Demontage. Der Gabelschuh ist über die gesamte Länge mit einem Hardox-Boden verstärkt, dazu kommen Gleitstücke mit vergrößerter Verschleißfläche für lange Standzeiten im Mehrschichtbetrieb – Details, die bei einem Anbaugerät, das ständig unter Last gleitet, direkt in die Lebensdauer einzahlen.

KAUP Anbaugerät, Nahaufnahme Gabelzinken

Resttragfähigkeit im ausgefahrenen Zustand: der kritische Punkt

Jede Gabelverlängerung verschiebt den Lastschwerpunkt nach vorne, weg von der Vorderachse des Staplers – und genau das entscheidet über die Resttragfähigkeit. Je weiter die Teleskopgabel ausfährt, desto kürzer wird der Hebel, mit dem der Stapler gegensteuern kann, und desto weniger Last darf am Ende der ausgefahrenen Zinke noch hängen. Die Nenntraglast auf dem Stapler-Typenschild gilt in ausgefahrenem Zustand nicht mehr – verbindlich ist ausschließlich das Kapazitätsschild bzw. Tragfähigkeitsdiagramm der jeweiligen Gerät-Stapler-Kombination, das die zulässige Last in Abhängigkeit von der Ausfahrlänge angibt. Wie stark eine Lastschwerpunkt-Verschiebung wirkt und welche Rechenfehler dabei am häufigsten passieren, erklären wir ausführlich unter Wie viel Tragfähigkeit brauche ich wirklich? Nach österreichischer Arbeitsmittelverordnung ist der Fahrer verpflichtet, sich vor jedem Einsatz über die zulässige Belastung des eingesetzten Anbaugeräts zu informieren. stapla liefert die Kombination aus Stapler und Teleskopgabel grundsätzlich mit dem passenden Kapazitätsschild für die ausgefahrene Position.

KAUP Anbaugerät am Gabelträger montiert

Kombination mit Zinkenverstellgerät und der richtige Trägerstapler

KAUP kombiniert die T180CT serienmäßig mit dem eigenen Zinkenverstellgerät der Baureihe T466B – als Anbau-Variante (T466B/T180CT) oder als integrierte Ausführung (T466BIZCT), bei der laut Hersteller die Resttragfähigkeit spürbar besser ausfällt als bei der reinen Anbaulösung. Der Vorteil in der Praxis: Neben dem Doppeltief-Zugriff lässt sich zusätzlich der Abstand zwischen den Gabelzinken an wechselnde Lastbreiten anpassen, ohne dass ein zweites Anbaugerät nötig wird. Für den Nutzlängen-Bezug gibt es optionale Lastanschläge: A1 als reiner Palettenanschlag, A2 zur Begrenzung auf eine definierte Nutzlänge, A3 zusätzlich mit Abstützung der aufgenommenen Last. Als Trägerfahrzeug eignen sich laut KAUP vor allem Mitnahmestapler mit Anbaugeräteträger und Schubmaststapler; stapla prüft vor jeder Bestellung, ob Hubgerüst, Hydraulikkreise und Anbaugeräteträger der konkreten Bobcat- oder Combilift-Maschine zur gewünschten Teleskopgabel passen.

KAUP Anbaugerät mit Gabelzinken am Gabelstapler

stapla stimmt Teleskopgabel, Zinkenverstellgerät und Trägerstapler passgenau aufeinander ab – inklusive Kapazitätsschild für die ausgefahrene Position und Service österreichweit ab den Standorten Gleisdorf und Guntramsdorf.

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