Manuelle Verstellung: Zeitverlust und Quetschgefahr
Ohne Zinkenverstellgerät sitzen die Gabelzinken über eine Verriegelung — Klemmschraube oder Steckbolzen — fest auf dem Gabelträger. Für einen Formatwechsel muss der Fahrer aussteigen, die Verriegelung lösen, die schwere Stahlzinke von Hand oder mit einem Hebel entlang des Trägers verschieben, den neuen Abstand auf beiden Seiten symmetrisch ausrichten und wieder verriegeln — pro Wechsel mehrere Minuten, in denen der Stapler stillsteht. Der eigentliche Risikopunkt liegt dazwischen: Zinke und Gabelträger bilden eine Quetsch- und Scherstelle, die sich beim Verschieben unter dem Eigengewicht der Zinke schließt, besonders wenn eine zweite Person von der Gegenseite mitschiebt. Die österreichische Arbeitsmittelverordnung (AM-VO) verlangt genau deshalb, Arbeitsmittel und Arbeitsabläufe so zu organisieren, dass solche Gefährdungen so weit wie möglich vermieden werden — bei häufigem Palettenmix ein wiederkehrendes Thema im Lageralltag, kein theoretisches Risiko.