Das Mastvorschub-Prinzip: Warum die Last im Radstand bleibt
Bei einem Gegengewichtsstapler hängt die Last immer vorne, außerhalb des Radstands – deshalb braucht die Maschine ein schweres Gegengewicht am Heck, um beim Kippmoment stabil zu bleiben. Das treibt Baubreite, Gewicht und Wendekreis nach oben. Beim Schubmaststapler sitzt der Hubmast dagegen auf einem Schubschlitten, der auf Schienen im Chassis vor- und zurückfährt. Im Fahrbetrieb, also beim Rangieren durch die Gasse, ist der Mast eingefahren und die Last liegt zwischen den Rädern, innerhalb des Radstands. Erst am Regal, im Stillstand, schiebt der Fahrer den Mast nach vorne, um die Palette einzulagern oder auszuheben. Weil der kritische Moment – Last weit vorne – nur im Stand auftritt statt in der Bewegung, braucht die Maschine deutlich weniger Gegengewicht. Das macht sie leichter, schmaler und wendiger als ein Gegengewichtsstapler gleicher Tragkraft.