Hubzyklen als Auslegungskriterium, nicht nur Tragkraft
Bei der Staplerwahl fällt der Blick zuerst auf Tragkraft und Hubhöhe. In der Getränkeindustrie ist die entscheidende Kennzahl aber die Zahl der Hubzyklen pro Schicht, denn jede Palette durchläuft den Stapler praktisch doppelt: einmal als Vollgut ins Lager oder auf den LKW, einmal als Leergut zurück. Ein Getränkefachgroßhändler mit mehreren hundert Palettenbewegungen täglich belastet Hydraulikpumpe, Mastführung, Hubkette und Bremsen völlig anders als ein Betrieb mit gelegentlichem Palettenumschlag, selbst bei identischer Tragkraft, weil Glas- und PET-Gebinde zusätzlich ein hohes Gewicht pro Palettenvolumen mitbringen. Vor der Anschaffung lohnt sich deshalb eine Frage, die über die reine Tragkraft hinausgeht: wie viele Zyklen pro Schicht, wie viele Betriebsstunden pro Jahr, wie ausgeprägt die Saisonspitze im Sommer und wie oft Voll- und Leergutfahrten sich abwechseln. Diese Zahl bestimmt Antriebsklasse, Wartungstakt und Anbaugeräte-Ausführung, nicht die Tragkraft allein. stapla fragt genau das am Anfang jeder Beratung ab, bevor überhaupt ein Modell zur Debatte steht.